28. Oktober 2017

Regisseur Daniel Wild mit Heinz-Badewitz-Preis ausgezeichnet

Regisseur Daniel Wild für LUX – KRIEGER DES LICHTS wurde auf den Internationalen Hofer Filmtagen mit dem Heinz-Badewitz-Preis ausgezeichnet. Der Preis wird seit 2016 für eine Nachwuchsregie für ein Erstlingswerk ausgelobt, um jährlich ein junges Talent des deutschen Films zu würdigen und zu unterstützen. Er wird vom Hofer Filmtage Team zusammen mit der Friedrich-Baur-Stiftung vergeben und ist mit 5.000 Euro dotiert.

Das sagt die Jury:

Regisseur Daniel Wild traut sich, das übermächtige Superhelden-Genre in eine Berliner Kiez-Geschichte zu übersetzen, in der es um die einfachen und wichtigen Dinge des Lebens geht. Und er entfernt sich damit weniger von diesem Genre, als man auf den ersten Blick meinen mag.

Thorsten ist schüchtern und ein Idealist. Er braucht für seine ganz kleinen, aber unglaublich sympathischen guten Taten eine Maske und eine erfundene Identität: LUX – KRIEGER DES LICHTS. Ihn selbst macht das – ganz im Sinne der Superhelden-Stories aus dem Hause Marvel – zum geheimnisvollen Unbekannten. Für die Medien ist er spannend. Aber auf Dauer sind seine Heldentaten nicht spektakulär genug. Ein Filmteam, das seine Aktionen dokumentieren will, wird schleichend, aber konsequent zum Regisseur seines Alltags. Und Thorsten verliert in jeder Beziehung die Kontrolle.

Daniel Wild erzählt diese Geschichte mit inszenatorischer Sicherheit und einem bemerkenswerten Stilwillen, der auch das genretypische Dilemma des Helden nicht aus den Augen verliert. Eindringliche Bilder, ein hochinteressantes Personal und ein exzellentes Gespür für filmisches Timing (sprich: Montage) machen LUX – KRIEGER DES LICHTS zu einem Debüt, das man einfach nicht übersehen kann.

Zum Statement des Preisträgers