23. März 2017

Nominierungen und Auszeichnungen auf der Leipziger Buchmesse

„Eins“ gleich zweifach für den DJLP 2017 nominiert
„Ich, Tessa und das Erbsengeheimnis“ erhält den Leipziger Lesekompass 2017

Der Jugendroman „Eins“ von Sarah Crossan (ins Deutsche übertragen von Cordula Setsman) beeindruckte sowohl die Kritiker- als auch die Jugendjury des Deutschen Jugendliteraturpreises:

„Sarah Crossan erzählt diese Geschichte als episches Gedicht und verleiht Grace’ Wahrnehmungen und Empfindungen eine ganz besondere ästhetische Form, die den Leser in den Gedankenstrom der Protagonistinnen hineinzieht. So unaufdringlich, humorvoll und frei von Voyeurismus wie Crossan an die Innenwelt der Zwillinge heranführt, so intensiv gestaltet sie den Umschlag der optimistischen Lebenssicht ins Tragische. Aus medizinischen Gründen müssen Tippi und Grace getrennt werden, sonst werden sie sterben.
Sarah Crossans lyrischer Roman, den Cordula Setsman behutsam ins Deutsche übertragen hat, erzählt in mitreißender Weise vom Schicksal eines siamesischen Zwillingspaars und zugleich von den großen und kleinen unausweichlichen Herausforderungen, die das Erwachsenwerden mit sich bringt.“
(Kritikerjury)

„Die Autorin benutzt die Versform als Erzähltechnik. Sie schafft es, mit wenigen Worten Spannung zu erzeugen und den Leser emotional zu berühren.
Schon als einzelner Mensch ist es schwer, seine eigene Persönlichkeit zu finden. Den Zwillingen gelingt es trotz ihrer Beeinträchtigungen, sich zu entfalten. Außerdem wachsen die Heldinnen dem Leser im Laufe der Geschichte so sehr ans Herz, dass man sie so schnell nicht wieder vergisst.“
(Jugendjury)

Der poetische Versroman wurde aus insgesamt über 600 Neuerscheinungen ausgewählt und geht mit 23 weiteren Titeln ins Rennen. Der seit 1956 ausgelobte Deutsche Jugendliteraturpreis ist die höchste Auszeichnung, die es in Deutschland für Kinder- und Jugendliteratur gibt.

Lena Hach wird für ihren Kinderroman „Ich, Tessa und das Erbsengeheimnis“ mit dem Leipziger Lesekompass 2017 ausgezeichnet.
Sie ist damit unter den 30 besten Titeln, die jährlich für die Altersgruppen 2 bis 6, 6 bis 10 und 10 bis 14 Jahre prämiert werden.

„Hier gelingt die Verbindung eines unterhaltsamen Sommerabenteuers mit dem schwierigen Thema Zwangsstörung gänzlich ohne pädagogische Besserwisserei. (…) Die detektivische Freundschaftsgeschichte liest sich erstaunlich leicht – auch dank der kurzen Kapitel und der zahlreichen Illustrationen, die Inhalt und Stimmung überzeugend transportieren.“
(Jurybegründung)