19. April 2011

Charity-Premiere von Seven Years of Winter

In Koproduktion mit Mixtvision hat Regisseur Marcus Schwenzel in Kiew, der Todeszone von Tschernobyl, den Kurzfilm „Seven Years Of Winter“ gedreht. Für das sensibel ausgearbeitete Drehbuch wurden bereits im Vorfeld mehrere Auszeichnungen verliehen. Die Charity-Premiere findet am 19.04.2011 in Berlin statt.

Die Charity-Premiere bildet den Auftakt der Filmpräsentation.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht der zehnjährige Andrej (Sasha Savenkov). Dessen korrupter Bruder (Roman Knižka) schickt ihn nur wenige Jahre nach dem Reaktorbrand in die nukleare Wüste von  Tschernobyl, um als „Schwarzbuddler“ die leerstehenden Häuser zu plündern.

Anhand der Gegenstände, Fotos und Erinnerungsstücke, die Andrej vor Ort auffindet, träumt er sich in das Familienleben der Menschen, die dort einmal gelebt haben. Auf diese Weise gelingt es ihm, die eigene emotionale Lücke zu schließen, die der Tod seiner Eltern hinterlassen hat. Während seine Fantasie die seelischen Wunden heilt, zerstört die Radioaktivität in der kontaminierten Umgebung zunehmend seinen Körper.

2011 jährt sich die Reaktorkatastrophe zum 25. Mal. Der einfühlsame Film zeigt Bilder, die auf schreckliche Art ahnen lassen, was aus den Menschen geworden ist, die den GAU 1986 miterleben mussten.