Hundertsiebenundachtzig Tage, Titelbild

Jugendbuch  |  Lecomte, Ludovic | Püschel, Nadine (Übers.)

Hundertsiebenundachtzig Tage

Angst vor dem Morgen und davor, dass es kein Morgen geben wird

»Die Hand an die Türklinke legen, die Tür aufmachen
die Schwelle überschreiten
den Garten durchqueren
durch das kleine Tor gehen
auf die Straße treten …
Dann werde ich es geschafft haben.
Ich werde draußen gewesen sein,
werde ein paar Meter zurückgelegt haben.

Zum ersten Mal
seit sechs Monaten.«

Ein starker Roman über ein sensibles Thema: Was ist, wenn man der Welt nicht mehr begegnen will, nicht mehr kann, aber gar nicht weiß, wie das plötzlich gekommen ist? Dem 16-jährigen Ich-Erzähler ergeht es so, und er spürt alle Augen auf sich. Seine Eltern, seine besten Freunde, seine Therapeutin – sie warten. Darauf, dass er den ersten Schritt zurück in sein altes, »normales« Leben macht. Nur eine Laune? Depressionen? Oder simuliert der Teenager, um nicht in die Schule zu müssen? Der junge Erzähler muss sich vielen Fragen stellen, aber seine eigenen sind die drängendsten. »Was da draußen macht meinem Körper solche Angst?« Stück für Stück findet er Hilfe und Antworten.

Jugendbuch

broschiert

112 Seiten
€ 14,00 (D) / € 14,40 (A)

ISBN 978–3–95854–254-9
ab 14 Jahre

Erscheint am 19. Februar 2026

Übersetzt von Nadine Püschel

Raus aus der Isolation

Luftholen, Herzschläge, Listenschreiben — Erzählen im Dazwischen

Eco Anxiety — Wenn die Angst überhandnimmt

»Ludovic Lecomte ist ein Porträt der Angst gelungen – ein Buch mit großer Durchschlagskraft, das Verständnis ermöglicht und die Angst nahezu am eigenen Leib erlebbar macht, ohne das beim Lesen jemals die Hoffnung abhandenkommt.«

Jana Magdanz, WDR 5 Scala

»Ludovic Lecomte ist es wirklich gut gelungen, die kaum auszuhaltende Not des Teenagers in Worte zu fassen. Man erlebt nahezu hautnah mit, wie sich die Ängste für ihn anfühlen.«

Dina Netz, DLF Kultur

»Ludovic Lecomte versetzt uns in die Lage eines Teenagers in großer Not. [...] Die kurzen, rhythmischen Sätze beschreiben sein rasendes Herz, die Schmerzen in seinem Bauch, die Angst, die ihn erfasst.«

Frédérique Roussel, Libération

»Ein erschütternder Roman, der auch von den Sorgen einer Generation erzählt.«

Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur

»In diesem Buch packt jeder Satz.«

Andrea Wanner, TITELkulturmagazin

»Ein starkes Buch und eine Aufmunterung für alle, die manchmal nicht weiterkönnen.«

Lesen Magazin

Text


Ludovic Lecomte
Ludovic Lecomte ist Grundschullehrer und Autor. Gerade befindet er sich in einem einjährigen Sabbatical und konzentriert sich vollständig aufs Schreiben. Er lebt im idyllischen Sablons sur Huisne in der Normandie. Nach einer Reihe an Kinderromanen ist „Einhundertsiebenundachtzig Tage“ sein erstes Buch für Jugendliche.

Übersetzung


Nadine Püschel
Nadine Püschel studierte Literaturübersetzen in Düsseldorf und Lebensart in Lyon, Istanbul, London und Toronto. Heute arbeitet sie als Übersetzerin mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendbuch und Untertitelung in Berlin. Zu ihren Autoren gehören Maxime Chattam und Philip Reeve.