3. August 2014

Ausgezeichnet: JACK erhält Drehbuchpreis des FSFF

Auf dem Fünf Seen Filmfestival 2014 wird JACK (Drehbuch: Nele Mueller-Stöfen und Edward Berger) mit dem Drehbuchpreis ausgezeichnet.

Die Jurybegründung:

„Wir lieben JACK. Wir lieben ihn, weil Ihr ihn liebt, liebe Autoren. Nele Mueller-Stöfen und Edward Berger haben uns mit der Geschichte von JACK ein modernes Märchen geschenkt. Modern, weil es kein schwarz und weiß gibt, kein gut und böse. Das ist nicht einfach. Wir blicken auf die Welt durch JACKs Augen, mit seinem sturen unverzagten Blick tigern wir an seiner Hand durch die unübersichtliche und wilde Großstadt, in der er seine Mutter sucht. Natürlich WOLLEN wir urteilen, weil wir erwachsen sind, weil wir sehen, wie die Mutter ihre Kinder allein lässt, wie sie – auch arglos, auch jung – die Unterscheidung zwischen Freund und Kind nicht treffen kann. Aber ihr macht es uns nicht leicht, erleben wir sie doch durch IHN, und wie er sie lieb hat, verstehen will, verteidigen will. Wenn der Sohn nachts ans Bett der Mutter kommt, in dem sie gerade Sex hat, mit – ach egal, irgendeinem Kerl eben – und sagt, er habe Hunger, dann ist uns alles klar. Wie hilflos er ist, wie verloren. Nur eben kommentiert ihr das nicht weiter, und das lässt uns als Zuschauer großen Spielraum zum Atmen, Sehen, Fühlen, Dabeisein.

Der kleine Kerl trifft in diesem Märchen seine wahrscheinlich wichtigste Entscheidung – und wir sind stolz wie Bolle, wenn wir sehen, wie JACK sich und seinen kleinen Bruder in eine – vielleicht bessere – Zukunft rettet.“